Aktuelles rund um Konten & Karten
Beim Kontowechsel musst du nicht jeden Zahlungspartner selbst anschreiben. Nach dem Zahlungskontengesetz bieten alle Banken eine Kontowechselhilfe an. Du erteilst deiner neuen Bank eine Ermächtigung, und sie muss den Wechsel innerhalb von zwei Geschäftstagen bei deiner alten Bank anstoßen. Daueraufträge und Lastschriften werden zum vereinbarten Stichtag übertragen, auf Wunsch wird das alte Konto aufgelöst. Tipp: Behalte das alte Konto einige Wochen parallel, bis alle Zahlungen sicher über das neue Konto laufen.
Quelle: www.gesetze-im-internet.de
Laut einer Auswertung von smava über mehr als 1.000 Banken liegt der durchschnittliche Dispozins im September 2026 bei 11,46 Prozent. Die Spanne reicht von 0 bis über 14 Prozent. Beispiel: Überziehst du dein Konto ein Jahr lang um 2.500 Euro, zahlst du beim Durchschnittszins rund 290 Euro Zinsen. Der Dispo eignet sich deshalb nur für kurze Engpässe. Brauchst du länger Geld, ist ein Ratenkredit meist deutlich günstiger.
Quelle: www.smava.de
Ohne Girokonto geht im Alltag kaum etwas. Deshalb hat jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU Anspruch auf ein Basiskonto – auch Menschen ohne festen Wohnsitz. Es bietet die wichtigsten Funktionen wie Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlung. Die Bank muss das Konto spätestens innerhalb von zehn Geschäftstagen anbieten. Die Gebühren müssen angemessen sein, es lohnt sich aber auch hier ein Vergleich.
Quelle: www.gesetze-im-internet.de
Die Europäische Zentralbank hat am 10. September 2026 ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben, der Einlagensatz liegt seit 16. September bei 2,50 Prozent. Für dein Konto kann das zweierlei bedeuten: Banken können die Zinsen für Tagesgeld anheben, gleichzeitig können aber auch Dispozinsen steigen. Prüfe deshalb, ob deine Bank die Zinsanhebung an dich weitergibt, und vergleiche bei Bedarf die Angebote.
Quelle: www.ecb.europa.eu
Stiftung Warentest hat für die September-Ausgabe von Finanztest 755 Kontomodelle von 190 Banken untersucht. Das Ergebnis: Nur zwölf Konten sind ohne Bedingungen kostenlos. Weitere 20 sind gratis, wenn du bestimmte Voraussetzungen erfüllst, etwa einen regelmäßigen Geldeingang. Im Schnitt kostet ein Girokonto bei typischer Nutzung knapp 130 Euro im Jahr, die Spanne reicht von 0 bis 780 Euro. Prüfe deshalb regelmäßig, was du zahlst – ein Vergleich zeigt dir günstigere Modelle.
Quelle: www.test.de
Mit Wero kannst du seit November 2025 auch in Online-Shops bezahlen. Zum Start waren Kundinnen und Kunden der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken dabei, weitere Banken folgen. Bezahlt wird direkt über die Banking-App, Geld an Freunde schickst du einfach per Handynummer. Bei Problemen mit einer Bestellung gibt es einen Käuferschutz: Du kannst in der Regel bis zu 120 Tage nach der Zahlung reklamieren.
Quelle: www.verbraucherzentrale.de
Seit dem 9. Oktober 2025 müssen Banken im Euroraum Echtzeitüberweisungen anbieten. Das Geld ist in rund zehn Sekunden beim Empfänger. Eine Echtzeitüberweisung darf nicht mehr kosten als eine normale Überweisung. Neu ist außerdem die Empfängerüberprüfung: Vor jeder Überweisung gleicht die Bank den eingegebenen Namen mit dem Inhaber der IBAN ab. Passt beides nicht zusammen, wirst du gewarnt und entscheidest selbst, ob du trotzdem überweist. Das soll Fehlüberweisungen und Betrug verhindern.
Quelle: www.evz.de